
Wegen der anhaltenden hohen Temperaturen warnt die Stadt Recklinghausen vor erhöhter Brandgefahr und untersagt das Grillen auf öffentlichen Flächen, in Grünanlagen und im Wald. Der Kommunale Ordnungsdienst wird Parks und Anlagen gezielt überwachen. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 1.000 Euro. Die Feuerwehr und die Verwaltung geben zugleich praktische Hinweise für sicheres Grillen.
Einschränkungen und Kontrollen
Das Offenhalten von Feuer ist in der Stadt generell untersagt. Insbesondere in Parks, Grün- und Waldgebieten sowie auf anderen öffentlichen Flächen ist das Grillen nicht erlaubt. Angesichts der gegenwärtigen Hitzeperioden erhöhen sich die Einsatz- und Überwachungsmaßnahmen des Kommunalen Ordnungsdienstes.
Die Maßnahme zielt darauf ab, Brände zu vermeiden, die sich bei trockenem Wetter schnell ausbreiten können. Wer gegen das Verbot verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Die Stadt weist darauf hin, dass eine konsequente Kontrolle erfolgen wird.
Praktische Regeln für sicheres Grillen
Wenn gegrillt wird, sollte der Grill immer im Freien stehen. Eine Überdachung behindert das Ableiten von Hitze und Rauch und erhöht das Gefahrenpotenzial. In geschlossenen Räumen ist Grillen immer tabu. Auf Balkonen sind nur elektrische Grillgeräte zu verwenden, da herkömmliche Kohle- oder Holzkohlegrills zu Kohlenmonoxidvergiftungen führen können.
Der Grill muss auf einer ebenen und ausreichend großen Fläche stehen und mit genügend Abstand zu brennbaren Materialien betrieben werden. Zum Anzünden darf nur zugelassener Grillanzünder eingesetzt werden. Brennstoffe wie Spiritus sind gefährlich und dürfen nicht verwendet werden. Keinen Müll oder Essensreste in den Grill werfen.
Bei der Kleidung ist Vorsicht geboten. Kleidungsstücke mit Kunststofffasern können unter Hitzeeinwirkung schmelzen und schwere Verbrennungen verursachen. Besonders bei Kleinkindern ist ein konsequenter Sicherheitsabstand zum Grill einzuhalten. Die Kohle sollte unter Aufsicht vollständig auskühlen und erst dann entsorgt werden.
Verhalten im Notfall
Bei einem Unfall ist sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 zu alarmieren. Brennt Kleidung, helfen Decken oder das Wälzen auf dem Boden, um die Flammen zu ersticken. Danach sollte die Kleidung entfernt werden, ausgenommen Teile, die auf der Haut festkleben. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ist anhaltendes Kühlen mit Wasser sinnvoll. Die Verwendung von Eis oder eiskaltem Wasser zum Kühlen wird dagegen nicht empfohlen.
Statistisch enden in Deutschland jährlich mehr als 4.000 Unfälle beim Grillen oder mit offenem Feuer, rund 400 davon mit schweren Verbrennungen. Vorbeugende Maßnahmen und umsichtiges Verhalten sollen solche Verletzungen reduzieren.
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