
In der Lessingstraße sind zehn Linden und eine Sophore gefällt worden, nachdem eine Untersuchung einen fortgeschrittenen Befall mit dem Brandkrustenpilz Kretzschmaria deusta festgestellt hat. Anlass für die Kontrollen war ein umgestürzter Baum am 7. Juli 2026, der ein geparktes Auto beschädigte. Personen wurden nicht verletzt.
Hergang und Inspektion
Das Amt für Grünflächenmanagement und Friedhofswesen erhielt am 7. Juli die Meldung über den umgestürzten Baum. Vor Ort bestätigten Mitarbeitende den Schaden am Fahrzeug und ordneten aus Vorsorge eine Überprüfung des gesamten Baumbestands in der Lessingstraße an. Die letzte Kontrolle hatte im Frühjahr stattgefunden.
Bei der anschließenden Untersuchung zeigte sich, dass zehn Linden und eine Sophore innerlich stark geschädigt sind. Weil die Holzfäule bereits tief im Stamm und im Wurzelbereich fortgeschritten war, bestand nach Einschätzung der Fachleute akute Bruchgefahr. Die Bäume standen vor den Hausnummern Lessingstraße 1 bis 16.
Gefahr durch den Brandkrustenpilz
Kretzschmaria deusta ist ein holzzersetzender Pilz, der vor allem das Wurzelsystem und den Stammfuß angreift. Typisch ist, dass sich der Befall lange unbemerkt im Inneren ausbreitet. Äußere Vitalitätszeichen können solange erhalten bleiben, bis bei Wind oder Belastung plötzliche Brüche auftreten.
Nach Einschätzung der Baumsachverständigen dürften Hitze und Trockenheit in den vergangenen Monaten die Abwehrkräfte der Bäume geschwächt haben. Solche Schwächungen erhöhen die Anfälligkeit für holzzerstörende Schwächeparasiten wie den Brandkrustenpilz. Eine direkte Bekämpfung des Pilzes im Holz ist nach aktuellem Stand der Technik nicht möglich.
Maßnahmen und Ausblick
Aus Gründen des Personen und Verkehrsschutzes ließ das Stadtamt die betroffenen Bäume umgehend fällen. Die Maßnahme diente der unmittelbaren Gefahrenabwehr und der Wiederherstellung der Verkehrssicherheit.
Für die Freiflächen rund um die Lessingstraße prüft die Verwaltung inzwischen Ersatzpflanzungen mit klimaresistenten Baumarten. Konkrete Angaben zu Artenwahl und Zeitplan nennt das Amt noch nicht.
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