
Das Gesundheitsamt der Stadt Hagen meldet in der laufenden Grippesaison bisher 245 gemeldete Influenza Fälle und erste Todesfälle. Die Welle begann nach Behördenangaben etwa drei Wochen früher als in der Vorsaison, erreicht bislang jedoch kein höheres Niveau als im Vorjahr.
Lage und Altersverteilung
Von den gemeldeten Fällen entfallen 41 Prozent auf Kinder und Jugendliche. Das Gesundheitsamt erklärt, dass ein hoher Anteil junger Menschen zu Beginn einer Grippewelle nicht ungewöhnlich sei und sich die Verteilung im weiteren Verlauf in der Regel verschiebe. Influenza kann neben akuten Komplikationen wie Lungenentzündung oder Herzmuskelentzündung auch das Risiko für Schlaganfälle und eine Verschlechterung der Herzleistung erhöhen.
Empfehlung zur Impfung
Vor dem Hintergrund des vorgezogenen Beginns rät das Gesundheitsamt, bestehende Impflücken zeitnah zu schließen. Eine Grippeschutzimpfung werde auch jetzt noch als sinnvoll bewertet. Besonders empfohlen wird die Impfung für Personen ab 60 Jahren, Menschen mit Vorerkrankungen, Bewohnerinnen und Bewohner in Alten und Pflegeheimen sowie deren Angehörige und Beschäftigte im Gesundheitswesen.
Weitere Schutzmaßnahmen und Verhaltensempfehlungen
Zur eigenen Vorsorge empfiehlt die Behörde das Tragen einer Maske im Kontakt mit symptomatischen Personen oder in unübersichtlichen Situationen sowie gründliche Händehygiene. Bei Symptomen wie Fieber, Abgeschlagenheit, Erkältungszeichen oder Kopf und Gliederschmerzen sollte eine Testung mit einem Mehrfachtest erfolgen, der neben Influenza auch COVID 19 und RSV erfasst.
Wer selbst Symptome hat, wird gebeten, zum Schutz anderer eine Maske zu tragen und Besuche bei Risikopatientinnen und Risikopatienten zu vermeiden. Nach einer ärztlichen Diagnose von Influenza sollten Betroffene die hausärztliche Praxis kontaktieren, damit die Indikation für antivirale Medikamente geprüft werden kann. Solche Medikamente sind laut Gesundheitsamt besonders bei sehr frühem Einsatz wirkungsvoll. Bei einer Verschlechterung des Zustands oder auftretender Luftnot sollte unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Weitere Informationen zu Influenza und zur Impfung stellt das Gesundheitsamt Hagen auf seiner Website zur Verfügung: www.hagen.de/53
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