Käthe Kollwitz Berufskolleg in Hagen wird Mitglied im Netzwerk gegen Rassismus

Käthe Kollwitz Berufskolleg in Hagen wird Mitglied im Netzwerk gegen Rassismus
Käthe Kollwitz Berufskolleg in Hagen wird Mitglied im Netzwerk gegen Rassismus | Bild: Bärwinkel,Klaus / CC BY-SA 4.0

Das Käthe Kollwitz Berufskolleg ist im Dezember dem bundesweiten Netzwerk Schule ohne Rassismus Schule mit Courage beigetreten. Damit zählt die Schule zu den inzwischen 24 Netzwerkschulen in Hagen, die zugesagt haben, sich aktiv gegen Diskriminierung einzusetzen. Rund 1 600 Schülerinnen, Schüler und Studierende feierten den Beitritt mit einem selbst gestalteten Programm.

Programm mit Beiträgen zu Vielfalt und Courage

Die Feier begann mit einem gemeinsamen Lied und setzte auf künstlerische Beiträge, die das Thema Vielfalt in den Mittelpunkt stellten. Unter anderem gab es eine Poetry Slam Performance zum Thema Vielfalt. Teilnehmende waren Ayse Irem, Gewinnerin der deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaft 2025, und Anwar, der als Content Creator und Aktivist auftrat. Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte kamen in einem Interviewvideo zu Wort und berichteten von ihren Erfahrungen.

Vorgestellt wurde zudem das Projekt „Inner Power“, das 2024 unter der Leitung von Gandhi Chahine und Dirk Schubert entstand. In diesem Projekt reflektierten junge Menschen über Erfahrungen mit Diskriminierung und darüber, wie sie sich selbstbewusst gegen Ausgrenzung positionieren können. Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Tanzdarbietung von Mohammad Al Haji, der als Geflüchteter aus Syrien nach Deutschland gekommen ist. SYMBOLISCHES Element des Festakts war eine Aktion, bei der alle Teilnehmenden ihre Gedanken an einer Wand mit dem Titel „Reise in eine couragierte Käthe“ anbrachten.

Patenschaft und Würdigung durch lokale Stellen

Als Patin für die Schule konnte die frühere Schülerin und jetzige Schulsozialarbeiterin Esra Sarioglu gewonnen werden. Die Urkunde für den Netzwerkbeitritt überreichte Anja Schaube vom Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Hagen. Sie hob hervor, dass Rassismus und Diskriminierung auch im Alltag immer wieder vorkämen, häufig subtil, aber stets verletzend. Die Schule habe sich entschieden, dem aktiv entgegenzutreten, und das erfordere Mut, sagte Schaube.

Fragen zur Initiative beantwortet Marion Rosenberg vom Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Hagen telefonisch unter 02331/207-5571.

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